Osterholz: Werden Wählerinnen und Wähler mundtot gemacht?

Wuppertal, den 03. Juli 2019

Pressemitteilung

Osterholz: Werden Wählerinnen und Wähler mundtot gemacht?

Die Stadträte in Haan und Wuppertal dürfen nur eine Stellungnahme über die geplanten Rodungen im Osterholz abgeben. Das entlässt sie unserer Meinung nach aber nicht aus der Verantwortung, den Klimaschutz ernst zu nehmen. Auffällig dabei ist, dass die Grüne Alternative Liste in Haan, wo sie in der Opposition sitzt, gegen die Rodungen ist, während die in Wuppertal mitregierenden Grünen im Ausschuss Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bauen für die Rodungen im Osterholz gestimmt haben. Das Wuppertaler Ratsmitglied für Bündnis 90/Die Grünen, Yazgülü Zeybek, lies uns auf unserer Facebook Seite eine Stellungnahme von der Grünen Wuppertaler Bürgermeisterin und Vorsitzenden des Umweltausschusses, Bettina Brücher, zukommen, worin diese u.a. schreibt: „Natürlich sind wir mit der Rodung des Waldes Osterholz nicht einverstanden, denn einen so alten und schönen Wald abzuholzen, verträgt sich in keiner Weise mit dem Umwelt- und Klimaschutz. Ich selbst habe mir das betroffene Gelände angesehen und halte es für nicht begründbar, den Wald abzuholzen. Darüber hinaus ist es nicht nachvollziehbar, dass das völlig unbelastete Bodenmaterial als Abfall deklariert wird und als Abraumhalde gelagert werden soll.

Die Situation ist aber kompliziert, das Vorhaben nicht so leicht zu stoppen. Die Kalkwerke Oetelshofen haben bei der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf einen Antrag auf Erstellung einer Abraumhalde auf der Fläche des Waldes Osterholz gestellt, um dort Abraum aus dem Steinbruchgelände der Grube Osterholz abzulagern. Für die Abholzung des Waldes sollen Ausgleichsmaßnahmen geschaffen werden, die gesetzlich gefordert werden. Grundsätzlich besitzen die Kalkwerke Oetelshofen eine Genehmigung, den Wald für den Kalkabbau zu nutzen.

Die politischen Gremien in Wuppertal können über den Antrag nicht entscheiden. Die Genehmigung erteilt die Bezirksregierung.“

Das nimmt die Fraktionen der politischen Parteien natürlich nicht aus der Pflicht hier das klimapolitisch einzig Richtige zu tun und zwar die Firma Oetelshofen nicht von den bestehenden Gesetzen in Bezug auf Landschaftsschutzgebiete zu befreien. Der Kalksteinbruchbetreiber muss sich an die bestehenden Gesetze halten. Damit wären Rodungen im Osterholz so gut wie unmöglich. Die Beschlussvorlage der Stadt Wuppertal zur Stellungnahme über die Rodungen im Osterholz sieht nämlich vor, die Firma von genau dieser Gesetzgebung zu befreien. Warum? Ist das Grüne Klimapolitik?

In der Entwurf Stellungnahme der Stadt Wuppertal heißt es: „Die Haldenerweiterung ist in einem Landschaftsschutzgebiet des Landschaftsplanes Wuppertal Nord geplant. Gemäß des Verbotes A.1 ist es u.a. untersagt, bauliche Anlagen im Schutzgebiet zu errichten, gemäß A.6 Zäune zu errichten, gemäß A.7 mit Fahrzeugen außerhalb von Wegen zu fahren, gemäß A.8 Aufschüttungen durchzuführen und gemäß A.20 Bäume oder Sträucher zu beschädigen.“ Wie ist es möglich das ein Unternehmen von dieser klaren Regelung befreit wird? Das geht nach § 67 (1) BNatSchG und zwar „aus Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses, einschließlich solcher sozialer und wirtschaftlicher Art, notwendig ist oder die Durchführung der Vorschriften im Einzelfall zu einer unzumutbaren Belastung führen würde und die Abweichung mit den Belangen von Naturschutz und Landschaftspflege vereinbar ist.“ Also mal wieder aus wirtschaftlichen Gründen. Dies macht noch mal deutlich das nachwievor wirtschaftliche Interessen von einzelnen Unternehmern über dem Allgemeinwohl stehen. Wir brauchen eine konsequente und wirksame Klimapolitik, diese ist aber auf diesen Grundlagen nicht realisierbar. Daran ändert auch das neu vorgeschlagene 14 Punkte Programm der in Wuppertal regierende Schwarz/Grüne Koalition nichts.

Der zweite Teil der Stellungnahme von der Grünen Wuppertaler Bürgemeisterin macht deutlich, dass die Politik anscheinend gar keine Entscheidungsbefügnisse hat, wenn es um die Rodungen im Osterholz geht. Bettina Brücher schreibt nämlich auch: „Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat sich mit der GRÜNEN Fraktion im Regionalrat der Bezirksregierung Düsseldorf beraten, auch auf der Ebene ist eine politische Entscheidung nicht im Genehmigungsverfahren vorgesehen. Wir hoffen, dass es doch noch alternative Möglichkeiten für die Abraum-Lagerung gibt oder die Genehmigung nicht erteilt wird.“. Mit anderen Worten die Firma Oetelshofen und einige nicht gewählte und damit nicht demokratisch legitimierte Beamte scheinen Planverfahren genehmigen zu können, die schädlich für das Klima und die Lebewesen im Wald sind. Wir begrüßen es, dass Bettina Brücher gegen Rodungen im Osterholz ist, aber das reicht unserer Meinung nach nicht.

Mit der oben beschriebenen Vorgehensweise im Planverfahren zeigt die Politik, dass sie demokratische Prozesse garnicht ernst nimmt. Was genau soll es bringen, in Städten den sogenannten „Klimanotstand“ auszurufen, wenn die Politik laut Bettina Brücher keine Entscheidungskompetenzen hat, wenn es z.B. um die Rodung im Osterholzer Wald geht? Und zwar weder auf lokaler, noch auf der Ebene vom Regionalrat der Bezirksregierung Düsseldorf. Uns zeigt dies umsomehr, dass Klimapolitik Handarbeit ist und wir uns selbst organisieren müssen um die Rodungen im Osterholzer Wald zu stoppen, denn wir lassen uns nicht mundtot machen: Osterholz Bleibt!

Osterholz Bleibt, 03. Juli 2019


Nächsten Sonntag findet der zweite Waldspaziergang statt. Wir treffen uns um 13:00 Uhr auf dem östlichen Wanderparkplatz Grube 7 (Nähe Kreuzung Hahnenfurther Weg – Habbach, dort steht ein Schild Wanderparkplatz Grube 7), Haan (Gruiten)

Treffpunkt: Routen Planer und Karte: https://www.openstreetmap.org/?mlat=51.2323&mlon=7.0280#map=15/51.2323/7.0280

Rad Route Karte (Open Street map):https://www.openstreetmap.org/?mlat=51.23229&mlon=7.02798#map=17/51.23229/7.02798&layers=C

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Osterholz Bleibt: Offenen Brief an die Geschaftsführung der Firma Oetelshofen GmbH & Co. KG

Wuppertal/Haan 01. Juli 2019

Offenen Brief an die Geschaftsführung der Firma Oetelshofen GmbH & Co. KG

Sehr geehrter Herr Jörg Iseke,

sehr geehrter Herr Moritz Iseke,

wir, die Initiative „Osterholz Bleibt“, haben am vergangen Sonntag, den 30. Juni 2019, ein Waldspaziergang durch den Osterholz organisiert. Am 07. Juli wird ein zweiter Waldspaziergang stattfinden

Wir sind der Meinung, dass dieses schöne Waldstück erhalten bleiben muss und denken das seitens der Firma Oetelshofen nicht alles versucht wurde, Alternativen für das Lagern von unbrauchbarem Material, welches bei der Förderung von Kalk im Steinbruch Osterholz übrig bleibt zu entwickeln

In einer Zeit wo das Klima in aller Munde ist und die Auswirkungen des Klimawandels weltweit immer sichtbarer werden, haben Firmen wie die Firma Oetelshofen als großer CO2 Emittent unserer Meinung nach eine besondere Verantwortung. Indem die Firma Oetelshofen etwa 5 Hektar Wald aus Kostengründen roden möchte, kommen sie dieser Verantwortung nicht nach

Während des gestrigen Waldspazierganges sagte uns Ihr Sohn, Neffe und Assistent der Geschäftsführung der Firma Oetelshofen, Till Iseke, das die Firma als Brennstoff für mindesten einer ihre Kalkbrennöfen u.a. Braunkohle-Staub benutzt. Wir vermuten, dass es sich dabei um LEP Lignite Energy pulverized von Rheinbraun Brennstoff (RBB, ein 100% Tochterunternehmen von RWE) handelt. Einem fossilen Brennstoff, hergestellt aus rheinischer Braunkohle. Dass auch die Braunkohle-Industrie im Rheinischen Revier mit Kalk von der Firma Oetelshofen beliefert wird, macht es nicht besser. Unserer Meinung nach trägt die Firma Oetelshofen dadurch auch eine Mitverantwortung für die größte Umweltzerstörung die es in Nordrhein-Westfalen gibt. Es bedeutet unseres Erachtens auch eine Mitverantwortung der Firma Oetelshofen an den schon statt gefundene Rodungen im Hambacher Wald, die eventuelle Rodung vom letzten Teil vom Hambacher Wald und der massiven Absenkung von Grundwasser im Rheinischen Revier um mal ein paar Sachen zu nennen

Da die Repräsentanten der Firma Oetelshofen immer wieder sagen, Gesprächsbereit zu sein und dass sie für einen Dialog seien, bieten wir der Firma Oetelshofen ein Gespräch an. Um völlige Transparenz zu schaffen, würden wir auch Medienverteter zu diesem Gespräch einladen wollen. Denn noch wurde für die jetzige Planung noch nicht im Osterholz gerodet, noch gibt es eine Möglichkeit sich über Alternativen zu einigen, wir und Sie sind dies dem Klima und der Natur schuldig

Falls die Geschäftsführung Oetelshofen bereit ist auf unsere Einladung einzugehen, dann werden wir uns sicher einig über einen Termin werden. Wir möchten jedoch drauf hinweisen das die Bezirksregierung Düsseldorf bald die Stellungnahmen der Stadt Wuppertal und der Stadt Haan bekommen wird und dass wir erwarten, dass die Bezirksregierung kurz darauf eine Entscheidung treffen wird. Wir würden es daher begrüßen, wenn Sie unsere Einladung annehmen und der Termin zeitnah stattfinden kann.

Sie erreichen uns per E-Mail unter

osterholzbleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Mit freundlichen Grüßen,

Osterholz Bleibt

Offenen Brief als PDF Datei:

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Wuppertal/Haan #OsterholzBleibt: Ein Waldspaziergang mit Überraschungen

Ein Waldspaziergang gegen die Rodung von 5 Hektar des Osterholzes mit schönen Überraschungen. Es brodelt auf der Statdtgrenze von Wuppertal und Haan-Gruiten.

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Der Osterholz liegt auf die Stadtgrenze von Wuppertal und Haan-Gruiten. Dort möchte die Firma Oetelshofen noch dieses Jahr 5 Hektar Wald roden. Der Betreiber von einem Kalksteinbruch geht seit Jahrzehnten mit einer Salami Taktik vor, hier wird ein bißchen gerodet, da wird ein bißchen gerodet und es geht ja immer nur um ein kleines stückchen Wald. Dieses mal sind es 5 Hektar Wald für eine Abraumhalde. Eine Abraumhalde ist ein verniedlichendes Wort für eine Mülldeponie. Dort soll das unbrauchbaren Material das aus der Kalksteingrube gefördert wurde gelagert werden.

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Heute, Sonntag den 30. Juni 2019, wurde mittels eines ersten Waldspazierganges dagegen protestiert. Obwohl es ein Dorfsfest in Haan-Gruiten gab, begaben sich etwa 70 Menschen in den Wald. Es wurde gezeigt, welcher Teil vom Wald gerodet werden soll und welche Funktionen der Wald für das Ökosystem hat. Während des Spaziergangs war Till Iseke, Assistent der Geschäftsführung auch anwesend und hat dort mit Teilnehmer*innen diskutiert. Über die Kalklieferungen an RWE’s Braunkohleindustrie wollte er nicht so gerne sprechen. Als ihm gesagt wurde das diese Kalklieferungen wichtig für die Braunkohleindustrie sind und die Firmen Iseke und Oetelshofen deswegen mitverantwortlich für die größte Umweltzerstörung in NRW sind, wiegelte er das ab. „Das sehe er anders…“ Das hat jetzt nicht wirklich jemanden überrascht, Till Iseke lenkte dann schnell wieder vom Thema ab und versuchte weiterhin Menschen zu überzeugen. Dies gelang ihm allerdings nur mäßig.

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Ein großen Teil von dem am Osterholz geförderten Kalk geht an Thyssen-Krupp, ein anderer großer Teil geht an RWE’s Braunkohlen Industrie im Rheinischen Revier. Der Kalk von Oetelshofen wird in Entschwefelungsanlagen in den Braunkohlekraftwerken eingesetzt. Kalk wird in Kombination mit Kraftwerksasche aber auch direkt im Braunkohlentagebau benötigt und zwar als Säure-Puffer. Hiermit wird versucht den steten Strom von Schadstoffen in den Untergrund vom Tagbau zu stoppen. Der BUND schreibt dazu: „Im Endeffekt könnten diese Maßnahmen lediglich zu einer Reduzierung der Pyritverwitterung um circa vier Prozent führen. Damit ist eine relative Minimierung der Versauerung des Grundwassers von maximal einem Drittel erreichbar, das heißt es verbleiben zwei Drittel Versauerungspotential.“

Kurz nachdem der Waldspaziergang an einem vor einigen Jahren schon gerodeten Waldstück vorbei kam, hing plötzlich Ein Transparent an den Bäumen: „Wald statt Müll – Osterholz Bleibt“. Es war das Intro von was noch kommen sollte. Etwa 150 Meter nach dem Transparent, hing ein Aktivisti mit einem weiteren Transparent in den Bäumen. Auf diesem zweiten Transparent stand: „Soli Grüße an Hambi – One Struggle One Fight – #OsterholzBleibt“. Ein Stückchen weiter hingen wieder Aktivistis in den Bäumen: „Wie ihr in Wald hineinruft…“. Die Aktivistis in den Bäumen wurden mit Applaus von den Teinehmer*innen des Waldspaziergangs begrüßt.

Später erfuhren wir das vor den Waldspaziergang ein Aktivisti in Gewahrsam genommen wurde. Diese Person wurde aber nach einige Zeit wieder freigelassen. Dies mag damit zusammen hängen dass das Klettern in Bäumen nicht verboten ist, es ist noch nicht mal eine Ordnungswidrigkeit.

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Wir schicken solidarische Grüße aus dem Wuppertaler/Haaner Osterholz an alle diesen lieben Menschen im Hambacher Wald.

Nächsten Sonntag findet der zweite Waldspaziergang statt. Wir treffen uns um 13:00 Uhr auf dem östlichen Wanderparkplatz Grube 7 (Nähe Kreuzung Hahnenfurther Weg – Habbach, dort steht ein Schild Wanderparkplatz Grube 7), Haan (Gruiten)

Treffpunkt: Routen Planer und Karte: https://www.openstreetmap.org/?mlat=51.2323&mlon=7.0280#map=15/51.2323/7.0280

Rad Route Karte (Open Street map):https://www.openstreetmap.org/?mlat=51.23229&mlon=7.02798#map=17/51.23229/7.02798&layers=C

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Osterholz stays! Call for a forest walk on June 30 and July 7, 2019

Haan (Gruiten), Wuppertal, Germany: Imagine we are living in 2019 and more and more cities are calling for a state of climate emergency. But even today the climate crisis is still not taken seriously by large sections of the political establishment, and the proclamation of a state of climate emergency is often only a symbolic act.

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Osterholz – Das Greenwashing der Firmen Oetelshofen und Iseke

Das Gebiet, welches im Osterholzer Wald für eine Abraumhalde des Kalksteinbruchs der Firma Oetelshofen in Haan und Wuppertal gerodet werden soll, beherbergt auch mehrere angeblich unter strengen Schutz stehende Tierarten. Das Angeblich bezieht sich dabei auf den „Schutz“, denn dieser scheint den Plänen zur Rodung von 5 Hektar Wald nicht im Wege zu stehen. Zumindest bis jetzt nicht sowohl von behördlicher Seite, seitens der Firma Oetelshofen, seitens der Firma Iseke und seitens der von Ihr beauftragten Gutachter. Neben verschiedene Vögelarten lebt u.a. die bedrohte Kleinabendsegler Fledermaus in dem Gebiet. Diese nutzt laut Gutachten das Gebiet, welches gerodet werden soll, als Nahrungshabitat. Auch die gemäß FFH-Richtlinie in NRW streng geschützte Nördliche Kammolch lebt in dem Gebiet. Als „Teilsiedler“ mit jahreszeitlich unterschiedlichen Lebensräumen reagieren Kammmolche und andere Arten aber auch empfindlich auf Landschaftsveränderungen im weiteren Umfeld der Gewässer. So führt die Abholzung von Hecken und anderen Feldgehölzen zum Verlust von Sommer- bzw. Überwinterungshabitaten. Auch der unter strengen Schutz stehenden Kreuzkröte lebt in dem von Rodung bedrohten Gebiet. Das Gutachten schreibt über die Folgen für die kreuzkröten: „Fortpflanzungshabitat der Art ist vom Vorhaben betroffen, der Verlust kann auch zu Tötung bzw. Verletzung von Individuen führen.“.

In dem Gutachten von September 2018 steht u.a.: „Im Juli 2018 wird die Planfläche der Haldenerweiterung mit einem Krötenzaun eingeschlossen um die Amphibien auf die Haldenerweiterungsfläche abzufangen und zudem eine Zuwanderung zu unterbinden. Hierzu wird der Amphibienzaun der entlang des Milchweges steht und der Erfassung der Wanderbewegungen diente, bis an den Haldenfuß verlängert. Da erfahrungsgemäß im Sommer in diesem Waldbereich nur wenige Amphibien aktiv sind, muss der Zaun stehen, bevor die Tiere in den Winterlebensraum einwandern können.“. Neben dem Fakt das Amphibien wie z.B. Kröten und Molchen durch den Zaun Lebensraum genommen wird, konnten wir heute feststellen das der Zaun an mehrere Stellen kaputt ist und aus dem Grund gar keinen Schutz für diese Tiere bietet (Bild 1 und 2). 

Bild 1

Bild 2

Und nicht nur Molche und Kröten sind betroffen. Im Gutachten steht auch dass der Verlust von Nahrungshabitat und mögliche Störungen für die Uhu Eulen die dort leben nicht generell ausgeschlossen werden kann. Wir haben vieles über die Eulen, mit denen die Firma Oetelshofen so gerne ihr „Greenwashing“ betreibt, auf der Webseite „Niederbergischen Uhu-Projekt“ gelesen. So steht auf der Webseite u.a.: „Die Steinbruchbetreiber schützen die Brutplätze, kümmern sich um verletze oder geschwächte Tiere und bereiten den Umzug zum neuen Brutplatz vor, sollte der alte dem Abbau im Weg stehen.“. Die Brutplätze stehen aber nicht dem Abbau im Wege, sondern der Abbau kommt den Bruttplätzen in die Quere. Weder auf der Website der Kalkwerke H. Oetelshofen GmbH & Co. KG, noch auf der Seite vom Niederbergische Uhu-Projekt, welche auch von Oetelshofen betrieben wird, haben wir die Informationen gefunden, dass die Eulen durch die Rodung und die Halde möglicherweise vertrieben werden. Mit der Liebe zu den Tieren kann es also nicht weit her sein, wenn in Kauf genommen wird, dass die Eulen und andere Tiere möglicherweise aus dem Wald vertrieben werden.

Und dies sind nicht die einzigen Tiere die in dem betroffenen Gebiet leben und offiziell unter strengem Schutz stehen, der aber bis jetzt noch nicht dazu geführt hat, dass von offizieller Seite, den Rodungs-Plänen eine klare Absage zu erteilt wird. Wir tun dies aber und werden uns für den Osterholz Wald und die da drin lebende Pflanzen- und Tierarten einsetzen.

Kommt zu den Waldspaziergängen am 30. Juni und 07. Juli: Osterholz Bleibt!

Mehr Informationen zu den Waldspaziergänge: Aufruf Waldspaziergang am 30.06.2019 und 07.07.2019

Gutachten Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag als PDF Datei: http://s000.tinyupload.com/index.php?file_id=51597705492759037943

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Osterholz Bleibt Info Abend in Wuppertal

Donnerstag 27. Juni 19:30 Uhr: Info Abend Osterholz Bleibt! Enough Info-Café, Wiesenstraße 48, 42105 Wuppertal. Eintritt Frei. Spenden sind aber immer Willkommen.

Wo ist das Enough Info-Café?

Fahhrad routen (Open Streetmap): https://www.openstreetmap.org/#map=17/51.26482/7.14350&layers=C

Geo URI: geo:51.26482,7.14350?z=17

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Aufruf Waldspaziergang am 30.06.2019 und 07.07.2019

Stellt euch vor, wir Leben im Jahr 2019 und immer mehr Städte rufen den Klimanotstand aus. Aber die Klimakrise wird von großen Teilen der Politik auch heute immer noch nicht ernst genommen, auch das Ausrufen vom Klimanotstand ist oft nur ein symbolischen Akt.

Wenn es nach der Firma Oetelshofen geht, werden Ende des Jahres fünf Hektar Wald im Osterholz gerodet, und zwar aus Kostengründen. Der Osterholzer Wald soll für eine sogenannte Abraumhalde weichen. Auf dieser Abraumhalde soll unbrauchbares Material aus dem Steinbruch Osterholz gelagert werden. Die Geschäftsführer der Firma Oetelshofen, Herr Jörg Iseke und Herr Moritz Iseke (letzterer ist gleichzeitig Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung Wuppetal-Vohwinkel) hören es nicht so gerne, aber wenn wir die Dinge beim Wort nennen, soll der Osterholzer Wald für die Müllentsorgung von „unbrauchbarem Material“ aus dem Steinbruch Osterholz benutzt werden.

Osterholz ist ein artenreiches Waldgebiet, wo der besonders schutzwürdige Lebensraumtyp „Waldmeister Buchenwald“ großflächig vertreten ist. Ein Teil des Untergrundes ist aus wasserdurchlässigem Kalkstein bzw. aus Dolomit aufgebaut. Dort haben sich ökologisch wertvolle, seltene Landschaftselemente entwickelt, wie z.B. Fließquellen, Dolinen (Einsturztrichter früherer oberflächennaher Höhlen)und eine Bachversickerung. In dem Gebiet gibt es u.a. auch seltene Kröten und Fledermäuse.

Kalk aus dem Boden zu fördern ist alles andere als Nachhaltig. Zukünftigen Generationen steht der Rohstoff irgendwann nicht mehr zur Verfügung. Bei der Aufbereitung muss viel Energie in Form von fossilen Brennstoffen aufgewendet werden. Außerdem entweicht beim Brennen von Kalk CO2, welches in dem Gestein gebunden ist. Gebrannter Kalk wird unter anderem in Entschwefelungsanlagen für Kohlekraftwerke und in der Herstellung von Zement verwendet.

Mit alt bewährten „Greenwashing“-Argumenten wie Renaturierung wird das Vorhaben der Firma Oetelshofen schön geredet, doch es ist bekannt, dass alte Waldbestände wesentlich mehr CO2 aufnehmen können, als neu angepflanzte Wälder. Darüber spricht diese Firma natürlich nicht. Den Abfall woanders lagern möchte die Firma auch nicht, denn das sei zu kostspielig.

Aber wer braucht noch Geld auf einem zerstörten Planeten? Niemand! Wir werden für den Erhalt des Osterholzer Waldes kämpfen. Es muss ein Ende haben, dass Wälder und andere Naturgebiete wegen der Profitlogik weichen müssen.

Kommt bitte alle zum Waldspaziergang im Osterholzer Wald und lernt diesen wunderschönen Wald kennen. Gemeinsam können wir es schaffen die Rodung zu verhindern!

An den beiden Sonntagen, den 30. Juni und 07. Juli, werden wir einen „Waldspaziergang“ organisieren. Wir treffen uns um 13:00 Uhr, Ort: Östlicher Wanderparkplatz Grube 7 (Nähe Kreuzung Hahnenfurther Weg – Habbach, dort steht ein Schild Wanderparkplatz Grube 7), Haan (Gruiten)

Osterholz Bleibt!

Plakat als PDF Download: plakat30j

Treffpunkt Karte (Open Streetmap):

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Geo Punkt für Navis: geo:51.23229,7.02796?z=17

Rad Route Karte (Open Street map):

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Pressemitteilung 21.06.2019: Rodung des Osterholzer Waldes? Osterholz Bleibt!

Die Firma Oetelshofen plant Ende des Jahres fünf Hektar Wald in Osterholz zu roden. Osterholz ist ein artenreiches Waldgebiet, wo der besonders schutzwürdige Lebensraumtyp „Waldmeister Buchenwald“ großflächig vertreten ist. Ein Teil des Untergrundes ist aus wasserdurchlässigem Kalkstein bzw. aus Dolomit aufgebaut. Dort haben sich ökologisch wertvolle, seltene Landschaftselemente entwickelt, wie z.B. Fließquellen, Dolinen (Einsturztrichter früherer oberflächennaher Höhlen) und eine Bachversickerung. In dem Gebiet gibt es u.a. auch seltene Kröten und Fledermäuse.

Die Firma Oetelshofen möchte einen Teil des Osterholz Waldes durch eine Abraumhalde ersetzen. Der Osterholzer Wald müsse aus finanzielle Gründen weichen, das Verfrachten von, wie die Firma Oetelshofen es nennt: „unbrauchbarem Material“ zu einem weiter weg gelegenen Ort sei zu kostenspielig. Eine Abraumhalde ist nichts anderes als ein schönes Wort für eine Mülldeponie für „unbrauchbares Material“ das von der Firma Oetelshofen im Kalksteinbruch Osterholz gefördert wurde. Mit alt bewährten „Greenwashing“-Argumenten wie Renaturierung wird das Vorhaben schön geredet, doch es ist bekannt, dass alte Waldbestände wesentlich mehr CO2 aufnehmen können, als neu angepflanzte Wälder. Darüber spricht die Firma Oetelshofen natürlich nicht.

Heute, Freitag den 21.06.2019 endet die Einspruchsfrist gegen die Pläne der Firma Oetelshofen. Diverse Bürger und Bürgerinnen aus Haan und Wuppertal haben bereits Einspruch erhoben. Wir möchten diesen Menschen danken für ihr Engagement. Viele Betroffene haben allerdings erst vor kurzem oder noch gar nicht von dem Vorhaben erfahren.

In einer Zeit, wo die Klimakrise immer spürbarer wird, ist es nicht hinnehmbar, dass weiterhin Wälder gerodet werden, schon garnicht aus Kostengründen. Wir können es nicht länger zulasssen, dass unserer Planet aus wirtschaftlichen Gründen zerstört wird. Aus diesem Grund haben sich einige Menschen aus Haan und Wuppertal zusammengeschlossen und werden sich aktiv einsetzen für den Erhalt des Osterholzer Waldes.

An den beiden Sonntagen, den 30. Juni und den 7. Juli, werden wir einem „Waldspaziergang“ organisieren. Wir treffen uns jeweils um 13:00 Uhr auf dem östlichen Wanderparkplatz Grube 7 (Nähe Kreuzung Hahnenfurther Weg – Habbach, dort steht ein Schild Wanderparkplatz Grube 7), Haan (Gruiten)

Osterholz Bleibt, 21. Juni 2019.

Für eventuelle Rückfragen oder Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Per email: OsterholzBleibt@nachhaltig-in-wuppertal.org

Bilder (Download):

https://www.dropbox.com/sh/8k0yerc12ky75aa/AACPfFePSRoN_Xc7VDha23oKa?dl=0

Bildrechte: Osterholz Bleibt. Alle Bilder können frei verwendet werden

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